Beeskow – Von der Fischersiedlung an der Spree

Wer heute über die Spreebrücke nach Beeskow hineinfährt, blickt auf eine Kulisse, die seit Jahrhunderten vom Wasser bestimmt wird. Die Stadt verdankt ihre Entstehung der günstigen Lage an einer Furt, doch ihr tägliches Leben speiste sich über Generationen aus der Spree. In der historischen Fischersiedlung, die sich unterhalb der Stadtmauer entlang des Ufers erstreckt, lässt sich der Ursprung Beeskows noch immer am besten erahnen.

Wo das Wasser die Stadt ernährte

Die Fischerei war neben dem Handwerk die Lebensader der Stadt. In den schmalen Gassen am Flussufer wohnten die Familien, die den Fisch direkt vor der Haustür aus der Spree holten und auf dem Markt verkauften. Heute sind die Netze und Kähne weitgehend verschwunden, doch die Architektur der niedrigen Fischerhäuser und der direkte Zugang zum Wasser sind geblieben.

Blick über die Spree auf die mächtige Marienkirche © E.-J. Ouwerkerk

Landgeschichte zum Anfassen: Das Erbe der Ackerbürger

In Beeskow wird die Landgeschichte in den Gassen der Altstadt greifbar. Besonders das Hüfnerhaus (Adrianstraße 11) ist ein Juwel der ländlichen Baukultur: Erbaut um 1482, gilt es als das älteste Fachwerkhaus Ostbrandenburgs. Es erzählt die Geschichte der „Hüfner“ – Bauern, die innerhalb der Stadtmauern lebten, aber ihre Felder (Hufen) vor den Toren der Stadt bestellten. Dieses Nebeneinander von städtischem Schutz und landwirtschaftlicher Arbeit prägt Beeskow bis heute.

Auch die Burg Beeskow atmet Geschichte. Einst als Wasserburg zum Schutz der Handelswege errichtet, ist sie heute das Gedächtnis der Region. Im „museum oder-spree“ wird die ländliche Entwicklung der Region modern aufbereitet, während das Musikmuseum seltene handwerkliche Meisterwerke der Instrumentenbaukunst zeigt.


Burg, Stadtkern mit Marktplatz lohnen eine Erkundung © E.-J. Ouwerkerk


Das Beeskow einst eine besonders wichtige Stadt war, erkennt man noch heute an der Burganlage neben der Spree, viel mehr aber an der alles überragenden Marienkirche.

Beeskow ist eine von 31 Städten in der:

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Auch das Wappen weißt auf die Bedeutung als befestigte Stadt (Steinhaussilhouette). Die Türmchen schmücken zwar heute das stilisierte Gebäude im Wappen – historisch gehen sie aber auf die Stäbe der Lebuser Bischöfe zurück, welche einst auch den Bau der Marienkirche beförderten. Auch die wichtigsten Burgherren sind im Wappen der Stadt verewigt: zum einen Ritter von Strele – erkennbar an den drei Sensen, und die Herren von Biberstein: rote Hirschstange im goldenen Grund.



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