Spreewald

Traditionen bleiben lebendig

Fast 1.000 km lang sind die natürlichen Fließe und künstlichen Kanäle im Spreewald. Entspannt und entschleunigt kann man das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald im Kajak erkunden. Wer nicht selbst Hand anlegen möchte, lässt sich stilecht von einem Spreewaldflößer staken. Mit wort- und witzreichen Erklärungen – oder auch ganz ohne im „Kahn der Stille“. Wie in einem Märchendorf fühlt man sich im Spreewalddorf Lehde, das sich über mehrere mit Brücken verbundene Inseln erstreckt. In den alten wendischen Bauernhäusern des Freilandmuseums bleibt die Erinnerung an Trachten und Handwerkskünste früherer Zeiten wach. Zu den Traditionen, die bis heute in der Region gepflegt werden, gehört das Osterreiten in Zerkwitz bei Lübbenau oder das Stollenreiten in Calauzu Pfingstmontag. Radeln kann man bestens auf dem Gurkenradweg. Wer aber den Spreewald nur mit Säuerlichem assoziiert, liegt falsch. Auch ein Großteil der Brandenburger Erdbeeren gedeiht dort prächtig. Die im 16. Jahrhundert angelegten Peitzer Teiche sind mit mehr als 1.000 ha Fläche das größte zusammenhängende Teichgebiet Deutschlands, in dem vor allem Karpfen gezüchtet wird.