Havelland und Potsdam

Künstlerkolonie und Obstland

„Komm nach Caputh, pfeif auf die Welt“? schrieb Albert Einstein an Sohn Eduard und lud ihn in sein sommerliches Idyll. Berlin ist nah und doch fern am Schwielowsee. Das schätzen auch jene Künstler, die im benachbarten Ferch die Malerkolonie begründeten. Der Schwielowsee ist nur einer von den mehr als 40 Havelseen, die gemeinsam mit dem weit verzweigten Fluss ein Eldorado für Touren mit Hausboot, Segeljacht und Kanu bilden. Rund um Rathenow erstreckt sich der Naturpark Westhavelland, der größte im Land, wo man nicht nur tagsüber die Großtrappen bei der Balz beobachten kann, sondern auch nachts in Deutschlands erstem Sternenpark den dunklen Nachthimmel erleben kann. Zu Ribbeck ein Birnbaum stand, dichtete Theodor Fontane. Heute gibt es beim Schloss nicht nur einen Baum, sondern einen Deutschen Birnengarten, für den jedes Bundesland einen Baum gepflanzt hat. Das ganze Havelland ist Obstland. Bei Werder wachsen Kirschen und Äpfel und jedes Jahr im Frühling feiert man dort zur Baumblüte eines der größten Feste Brandenburgs. Für Sanddorn gibt es die beste Quelle bei Petzow am Schwielowsee, wo auch Schloss, Park und Kirche den Besuch lohnen.